Kategorie: Kinder- und Jugendbücher in der Weimarer Republik
Ich war schon immer eine Leseratte. Das Größte für mich war es, wenn ich mein Taschengeld für ein neues Buch ausgeben durfte (ich musste tatsächlich meine Eltern um Erlaubnis bitten, bis ich zwölf Jahre alt war). Hatte ich ihr Einverständnis und im besten Fall noch einen Zuschuss von ein, zwei Mark erhalten, schwang ich mich umgehend aufs Rad, und ab ging es zur kleinen Buchhandlung, die sich am Rande der Fußgängerzone in der Stadt befand. Stundenlang konnte ich mich dann dort aufhalten, meine Nase zwischen Buchdeckel stecken, ehe ich mich schließlich für „mein“ Buch entschied. Denn für ein zweites Buch reichte das Geld leider viel zu selten . Das änderte sich erst, als ich älter wurde und „eigenes“ Geld mit Gartenarbeiten sowie Zeitschriften austragen verdienen konnte. Ein Buchkauf war für mich niemals eine Geldausgabe. Eher eine Investition. Die dann auch am gleichen Tag noch verschlungen werden wollte (schlauerweise hatte ich mir eine Taschenlampe gekauft, sodass ich nicht an die Zeiten gebunden war, zu denen das Licht gelöscht werden musste und wir Kinder zu schlafen hatten. Aus dieser Kinderzeit stammt wohl auch meine Vorliebe für den Herbst: Nichts ist gemütlicher, als heimlich unter der Bettdecke ein Buch zu lesen und den Regen ans Fenster prasseln zu hören).
Viele dieser Bücher finden sich noch heute in dem Regal meines alten Jugendzimmers in meinem Elternhaus. Einige wenige aber haben mich stets begleitet. Sie werden besonders liebevoll abgestaubt, und noch immer werfe ich gern einen Blick hinein, und lese besonders lieb gewonnene Stellen nach. Einige dieser Titel sind tatsächlich erstmals während der Weimarer Republik erschienen. Ausreichend Grund für mich, diesen Büchern und ihren Autoren eine eigene Kategorie zu widmen.
Wilhelm Matthiessen – Das Rote U
Eine Detektivgeschichte für Kinder, Hermann Schaffstein Verlag, 1932
An welches Kinderbuch erinnert mich die Detektivgeschichte? Warum habe ich „Das Rote U“ als Kind so geliebt? Was habe ich an der Ausgabe des dtv Verlags zu kritisieren?
„Wilhelm Matthiessen – Das Rote U“ weiterlesenWolf Durian – Kai aus der Kiste
Kinderroman, Franz Schneider Verlag, 1926
Wie entstand die Idee zu dem Kinderroman? Warum lese ich das Buch auch als Erwachsener noch gerne?
„Wolf Durian – Kai aus der Kiste“ weiterlesenWilhelm Speyer – Der Kampf der Tertia
Jugendroman, Rowohlt Verlag, 1927
Warum lehne ich es ab, Unternehmensberater durch Buchhandlungen spazieren zu sehen? Was haben die Tertianer des Romans mit der heutigen Fridays-for-Future-Bewegung gemeinsam? Warum widmete Wilhelm Speyer seinen Roman Bruno Frank und welche Verbindung besteht zwischen beiden?
„Wilhelm Speyer – Der Kampf der Tertia“ weiterlesenErich Kästner – Emil und die Detektive
Roman für Kinder, Verlag Williams & Co. (Berlin), 1929
Wie viel Geld wird Emil während seiner Eisenbahnfahrt nach Berlin gestohlen? Wen verdächtigt er des Diebstahls und wo beginnt seine Verfolgungsjagd? Wie hießt Emils Cousine? Zu welchem Anlass veröffentlichte die Deutsche Post das Buchcover auf einer Sonderbriefmarke?
„Erich Kästner – Emil und die Detektive“ weiterlesenHans Leip – Die Klabauterflagge oder Atje Potts erste und höchst merkwürdige große Fahrt
Abenteuergeschichte, Insel Verlag, 1933
Was bedeutet es, eine Klabauterflagge an einem Schiff zu sehen? Gibt es das wirklich? Mit welchem Gedicht machte sich Hans Leip unsterblich?
„Hans Leip – Die Klabauterflagge oder Atje Potts erste und höchst merkwürdige große Fahrt“ weiterlesenHans Fallada – Kleine schwarze Hund, särr biese
Erzählung, Vossische Zeitung, 25. Dezember 1932
„Hans Fallada – Kleine schwarze Hund, särr biese“ weiterlesen