Chronik der Literatur in der Weimarer Republik – 1919

8. März

„Dies irae“, eine Tragödie von Anton Wildgans, wird im Frankfurter Neuen Theater uraufgeführt.

20. März

Das Drama “Der arme Vetter” von Ernst Barlach wird an den Kammerspielen in Hamburg uraufgeführt.

27. April

Am Deutschen Theater in Berlin wird Else Lasker-Schülers Schauspiel „Die Wupper“ uraufgeführt.

28. April – 1. Mai

Durch Freikorps wird die bayerische Räterepublik blutig erschlagen. Leonhard Frank, Anhänger Eisners, kehrt verwundet nach Berlin zurück; Oskar Maria Graf wird verhaftet, nach Fürsprache von Rainer Maria Rilke aus der Haft entlassen.

2. Mai

Die „Frankfurter Zeitung“ veröffentlicht Stellungnahmen von Thomas Mann und Alfred Kerr über die Zukunft der deutschen Literatur nach dem Weltkrieg.

2. Juni

Raoul Hausmann gründet die Zeitschrift “Der Dada”.

11. Juni

Rainer Maria Rilke siedelt in die Schweiz über. Dort gelingt es ihm, eine Schafffenskrise zu beenden. Er setzt seine Arbeit an den „Duineser Elegien“ fort.

12. Juli

Erich Mühsam wird aufgrund seiner Beteiligung an der bayerischen Räterepublik zu 15 Jahren Festungshaft verurteilt.

16. Juli

Das Münchner Standgericht verurteilt Ernst Toller wegen Hochverrats zur Mindeststrafe von fünf Jahren Festungshaft.

3. august

Die Universität Bonn feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wird Thomas Mann die Ehrendoktorwürde verliehen, eine Auszeichnung der philosophischen Fakultät.

30. September

Das Theater „Die Tribüne“ des Regisseurs Erwin Piscator in Berlin wird mit der Uraufführung des Dramas „Die Wandlung“ von Ernst Toller eröffnet. Toller ist zur Zeit in Bayern inhaftiert wegen führender Teilnahme an der Münchner Räterepublik.

9. Oktober

Am Sächsischen Landestheater in Dresden wird „Das bist du. Ein Spiel in fünf Verwandlungen“ uraufgeführt, der dramatische Erstling von Friedrich Wolf.

22. November

Das Drama „Der tote Tag“ von Ernst Barlach wird im Leipziger Schauspielhaus uraufgeführt.

Heinrich Manns Schauspiel „Brabach“ wird am Münchener Nationaltheater uraufgeführt.

5. Dezember

Das Drama „Hölle, Weg, Erde“ von Georg Kaiser, er hat den Kampf gegen eine kapitalistische Weltordnung zum Thema, wird im Frankfurter Neuen Theater uraufgeführt.

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